Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (EFG) Hilden


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Unsere Geschichte

Über uns

Eine kurze Chronik der EFG Hilden

Die Entstehung der Brüdergemeinden ist eng verknüpft mit dem Aufkommen der Freikirchen in Großbritannien sowie mit die Entstehung der Evangelischen Allianz 1906. Angelehnt ist sie an das Bibelwort "ihr sollt euch nicht Lehrer nennen lassen, (..) ihr alle aber seid Brüder" (Mt 23,8).

Die Bewegung kam auch von England aus nach Deutschland und wurde in Hilden vor allem durch den weitgereisten und belesenen Juristen und Sprachkundler Julius Anton von Poseck (1816-1896; Bild) angestoßen, der 1856 in Kesselsweier wohnte. Im Rheinland entstanden in dieser Zeit Stubenversammlungen, die ein Treffpunkt für diejenigen war, die mit den etablierten Kirchen unzufrieden waren. Im Lauf der Zeit wurden größere Räumlichkeiten erforderlich, um weiterhin Gottesdienste mit Mahlfeier gemeinsam begehen zu können. Die Suche nach einem geeigneten Raum war schwierig und führte die Geschwister ins Gebet. 1925 ließ der Landwirt Wilhelm Paß auf seinem Grundstück in der Mettmanner Str. 45 einen Versammlungssaal für die "Christliche Versammlung" errichten. Unter der Nazi-Herrschaft wurden die christlichen Versammlungen 1937 aufgelöst und verboten. Die Eingangstüren des Hildener Versammlungssaals wurden versiegelt. Um sich weiter versammeln zu können, wurde dem politischen Druck nachgegeben und die Errichtung des "Bundes Freikirchlicher Christen (BfC)" vollzogen. In ihm waren geschlossene und offene Brüdergemeinden "zwangsvereinigt". Mitgliederlisten mussten der Geheimen Staatspolizei gemeldet werden. 1942 erfolgte der Zusammenschluss mit den Baptisten zum Bund Evangelischer-freikirchlicher Gemeinden (BEFG).

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zu einer Aufspaltung: ein Teil der Gemeinde verblieb in Hilden als Bundesgemeinde. Der andere Teil schloss der Nachbargemeinde an, die wieder aus dem Bund ausgetreten war. Zu ihnen gehörte auch der Eigentümer der alten Räumlichkeiten. Nach längerer Suche wurde die Hildener Versammlung in den Räumen einer alten Schlosserwerkstatt fündig. Diese wurden tatkräftig umgebaut. Die Nachkriegszeit war geprägt von evangelistischen Aufbrüchen (Zeltevangelisationen) und Saalvorträgen unter der Leitung von "Jugend für Christus". In Hilden waren italienische Gastarbeiter eine wichtige Zielgruppe.

Im Laufe der Zeit fielen an dem alten Gebäude umfangreiche Reparaturarbeiten an, so dass ein Neubau angedacht wurde. In der Paul-Spindler-Straße überließ ein Bruder sein Grundstück der Gemeinde. Nach Zukauf zweier benachbarter Gartengrundstücke konnte mit dem Bau des heutigen Gemeindehauses 1976 begonnen werden. Dank der engagierten Mitarbeit der Gemeindeglieder ging dieser schnell voran. Die Einweihung fand 1977 im Rahmen einer Dankfeier statt. (Verfasser: O. Steins / S. Monert)

Poseck

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